Praxis Dr. Jörn Tornow

Im August 1972 begannen Dr. W. Fischer- Brooks und Dr. W. Kummert ihre Tätigkeit als Frauenärzte in der Praxis im Gebäude der Berglandklinik. Nach deren Ausscheiden setzten Dr. H-J. Ludwig und    Dr. J. Tornow deren Arbeit erfolgreich und kompetent fort. Während dieser Zeitspanne wurden in der Praxis jeweils mehr als

15.000 Schwangerschaften betreut und der größte Teil in der Berglandklinik von den Praxisärzten entbunden,

3.000 Patientinnen mit gynäkologischen Krebserkrankungen behandelt, meist auch operiert, ggf. chemotherapiert und im weiteren Verlauf begleitet,

20.000 Operationen indiziert und in der Berglandklinik durchgeführt,

2.000 Patientinnen mit Harninkontinenz zum größten Teil operativ therapiert und

15.000 Patientinnen mit anderen gynäkologischen Problemen (Sterilität, Endometriose, Kinderwunsch, Wechseljahrsbeschwerden,etc) weitergeholfen.

Dabei war immer der aktuelle Stand der Wissenschaft die Grundlage, nach der Behandlungsentscheidungen getroffen wurden unter Anwendung der regelmäßig den Neuerungen angepassten diagnostischen und therapeutischen Geräte und Maßnahmen.

Das Team der Frauenarztpraxis Dr. J. Tornow, die heute in der Praxis Am Hundebrink 6 in Lüdenscheid situiert ist, möchte sich bei Ihnen, unseren Patientinnen für ihre Treue und vor allem ihr Vertrauen über diesen langen Zeitraum bedanken.

Es wäre uns eine Ehre und Freude, Sie auch weiterhin fachärztlich betreuen zu dürfen!

Täglich werden wir von den Medien und Politikern mit einer Vielzahl von Informationen über die Corona-Pandemie überhäuft. Hier den Überblick zu behalten fällt selbst Fachleuten manchmal schwer. Diese Input-Flut führt daher zunehmend zu einer Verunsicherung der Bevölkerung, anstatt hier konkrete Aufklärung zu betreiben.

Schwangere Frauen sind eh schon aufgrund der neuen Lebenssituation häufig besorgt, dass sie auch keine falschen Entscheidungen treffen, die ihre Leibesfrucht gefährden könnten. Und nun kommt auch noch die Pandemie mit ihren vielen Aspekten hinzu. Daher möchte ich im Folgenden kurz die wichtigsten Erkenntnisse zusammenfassen, die Schwangere im Zusammenhang mit Corona betreffen:

  • Schwangere scheinen kein erhöhtes Ansteckungsrisiko gegenüber der Normalbevölkerung zu haben!
  • Im Falle einer Infektion mit dem Corona-Virus während der Schwangerschaft gestaltet sich der Krankheitsverlauf bei der Schwangeren erheblich komplizierter, als bei der Normalbevölkerung. Insbesondere im letzten Drittel der SS sind die Behandlungsmöglichkeiten – vor allem die maschinelle Beatmung – stark limitiert, sodass es im Vergleich mit nicht-schwangeren Erkrankten zu mehr mütterlichen Todesfällen kommt.
  • Bisher gibt es keinerlei Hinweise, dass es zu einer gesundheitlichen Störung des Ungeborenen im Mutterleib kommt! Allerdings ist die Zahl der Früh- und Totgeburten doppelt so hoch gegenüber nicht-infizierten Schwangeren. Auch verdoppelt sich die Zahl der Prae-Eklampsien (sog. Schwangerschaftsvergiftungen) und Kaiserschnittentbindungen.  Ebenso ist die Zahl der Kinder, die nach der Geburt in eine Intensivüberwachung verlegt werden müssen, erheblich gesteigert.
  • Auch bei Neugeborenen, die sich mit dem Corona-Virus infizieren, scheinen schwere Verläufe sehr selten zu sein. Wie Kinder bis zum 10. Lebensjahr scheint ein natürlicher Schutzmechanismus diese insbesondere vor einem tödlichen Verlauf zu bewahren. Achtung: Eine Infektion ist aber möglich, wodurch die Kleinen zu Überträgern werden! Inwieweit ein dauerhaftes Überleben der Corona-Viren in einem Infizierten Neugeborenen zu Spätfolgen bei diesem führen kann, wie das bei anderen Virusinfektionen zu beobachten ist, ist noch nicht klar. Solche Symptome, die erst nach Jahren bemerkt werden, können, da das Corona-Virus auch das Gehirn befallen kann, neurologische Spätfolgen, wie Verhaltensauffälligkeiten oder kognitive Störungen sein. Sicher ausgeschlossen können diese zum heutigen Zeitpunkt nicht werden.
  • Bezüglich des Stillens gibt es keine Hinweise, dass dieses bei Corona-Infektion durch diese zu einem Nachteil für Mutter oder Kind führt. Allerdings erkrankt die Mutter so, dass eine Therapie erforderlich ist, so bleibt zu prüfen, ob die Medikamente, die hierfür eingesetzt werden, mit dem Stillen vereinbar sind.
  • Wurde eine Impfung während der Schwangerschaft zu Beginn der Pandemie ausgeschlossen, so wird eine solche von den wichtigsten Fachgesellschaften in Deutschland zum heutigen Stand ab der 20. Schwangerschaftswoche stark befürwortet. In den USA, Frankreich und anderen Ländern werden schwangere Frauen schon seit langem flächendeckend geimpft, ohne dass es zu bemerkenswerten Komplikationen kam. Vor dem Hintergrund der oben genannten mütterlichen und kindlichen Gefährdungen bei einer Infektion empfehle auch ich eindringlich eine Corona-Impfung der Mutter während der Schwangerschaft, zumal auch die schützenden Antikörper bei den Neugeborenen geimpfter Mütter nachweisbar waren!
  • Eine aktuelle Infektion der Frau oder des Mannes zum Zeitpunkt der Befruchtung scheint nicht zu einer erhöhten Fehlgeburtenrate zu führen. Allerdings sind hier die Beobachtungszahlen noch sehr gering.

Leider hat uns der bisherige Pandemieverlauf gezeigt, dass eine Infektion mit dem Corona-Virus während der Schwangerschaft Mutter und Kind erheblich gefährdet. Leider verfügen wir noch nicht über eine wirklich heilende Therapie gegen das Virus, sodass wir dem Krankheitsgeschehen immer noch hinterherlaufen. Umso wichtiger ist es, die schweren Verläufe zu verhindern, was neben der Befolgung der allgemeinen Hygienerichtlinien (Hände waschen, Masken tragen, Abstand halten, Menschenansammlungen meiden …) vor allem durch die frühzeitige Impfung mit einem mRNA-Impfstoff ab der 20. SSW erreicht werden kann.

Die Krankheit ist die Gefahr, die Impfung der Schutz!!!

Wenn wir dies alles so beachten, werden wir in nicht mehr allzu langer Zeit die Pandemie hinter uns gelassen haben; schwanger oder nicht!

In den Medien ist eine wilde Diskussion um das Für und Wider einer Impfung gegen Corona entbrannt. Dabei sind überwiegend emotionale Aspekte für eine negative Bewertung dieser Maßnahme Ausschlag gebend. Auf der anderen Seite entsteht der Eindruck, der politische Aufruf zu einer Impfung sei zwingend. Im Folgenden möchte ich versuchen, die Fakten und bisher vorliegenden Erfahrungen mit dem Impfstoff anzuführen, damit Sie sich eine eigene Meinung bilden können.

  1. Körperliche Abwehrmechanismen
    Wenn ein Fremdkörper (Virus, Bakterie z.B.) in unseren Körper eindringt – wie auch immer -, dann wird von hierzu befähigten Zellen dessen Oberfläche „gescannt“. Dieses Abbild dient in der Folge dazu, gegen die Oberflächenstrukturen des Fremdkörpers Abwehrstoffe zu erzeugen (Antikörper). Man findet solche Antikörper sowohl frei im Gewebewasser und Blut, als auch gebunden an Oberflächen von Zellen, die zur Bekämpfung des Eindringlings befähigt sind. Durch eine Aktivierung weiterer aggressiver Abwehrsysteme kann dann der Eindringling in der Regel vernichtet werden und die Krankheit, die er verursacht hat, heilt aus. Außerdem gibt es Zellen, die in der Lage sind, diesen Scan zu bewahren (sog. Gedächtniszellen), sodass bei einem neuerlichen Eindringen dieses Fremdkörpers dann sofort die genannten Abwehrmechanismen aktiviert werden und es nicht oder deutlich geringer zu einem Ausbruch der jeweiligen Erkrankung kommt.
  2. Bisherige „übliche“ Impfungen
    Unsere bisher standardmäßig ausgeführten Impfungen z.B. bei Kindern kann man grob in zwei Gruppen unterteilen: Lebend- und Totimpfungen: Bei den Lebendimpfungen (z.B. Röteln) spritzt man dem Patienten abgeschwächte Keime, die dieselbe Oberfläche haben, wie der zu bekämpfende Fremdkörper und die in der Lage sind, sich im Körper zu vermehren, eine Erkrankung aber nicht verursachen. Über den oben beschriebenen Mechanismus werden diese Fremdkörper vernichtet, aber der Scan bleibt in den Gedächtniszellen, sodass dann der gefährliche Fremdkörper, wenn er dann eindringt, sofort abgewehrt werden kann! Viele Oberflächen führen zu vielen Gedächtniszellen, sodass diese Art der Impfung sehr gut wirksam ist bei extrem wenigen Nebenwirkungen! Bei den Totimpfungen (z. B. Influenza-Impfung = Grippe-)spritzt man der Patientin alleine die Virushülle (Oberfläche) ohne den die Krankheit verursachenden Inhalt, der meist aus genetischem Material besteht. Von dieser Hülle erfolgt der oben beschriebene Scan und alle weiteren Mechanismen verlaufen wie bei der Lebendimpfung. Diese beiden Impfarten sind sog. Aktivimpfungen. Bei den auch existierenden Passivimpfungen werden der Patientin nur bereits künstlich hergestellte Antikörper gegen den Fremdkörper gespritzt. Es handelt sich also nur um einen kurzfristigen Schutz, bis die Aktivimpfung wirken kann (z.B. Tetanus-Impfung).
  3. mRNS-Impfung (Corona)
    Um zu verstehen, wie diese Impfung funktioniert, muss man sich kurz vor Augen führen, wie eine Zelle normalerweise arbeitet. Dazu stelle man sich vor, dass die Zelle eine Fabrik ist, in der sehr viele unterschiedliche Maschinen sich befinden. Diese können unterschiedlichste Produkte herstellen, je nachdem, wie sie programmiert oder besser kodiert werden. Die Funktion der Fabrik wird von dem Vorstand überwacht, der in einem geschützten Zimmer sitzt. Dieser fällt die Entscheidung, was und wie viel jeweils von der Zelle produziert werden soll. Diese Information wird dann von einem Boten aus dem Vorstandsraum an die jeweilige Maschine mit dem entsprechenden Code geschickt. Der Bote kann aber nur einmal arbeiten und kann vor allem nicht wieder zurück zum Vorstand. Nachdem er seinen Job gemacht hat, wird er umgehend vernichtet. Somit ist die Maschine wieder frei für weitere, auch andere Kodierungen. Beziehen wir nun dieses Beispiel auf unseren Körper. Hier sind die Zellen die genannten Fabriken, der Zellkern mit dem genetischen Material der Vorstand und die messenger-RNS (mRNS) der Bote. Die Maschinen sind die Ribosomen. Wichtig ist hier, dass die mRNS nicht wieder in den Zellkern, in dem die gesamte genetische Information des Menschen gelagert ist, eindringen, umso weniger sie verändern oder beeinflussen kann!
    Bei der Corona-Impfung mit dem neuen Impfstoff (Biontec und Moderna) wird den Patienten alleine eine Menge mRNS gespritzt, die in die Zellen eindringt. Hier kodiert sie den dortigen Ribosomen (Maschinen), dass sie die Spikes (Stacheln) des Coronavirus bauen sollen. Diese Spikes sind alleine völlig ungefährlich, das Virus aber braucht sie, um in die menschliche Zelle zu gelangen. Diese von unseren Zellen auf Geheiß der Impfung gebildeten Spikes werden in die Körperflüssigkeiten ausgeschieden und unsere Abwehrzellen erkennen sie als fremd. Sie werden gescannt und der am Anfang beschriebene Mechanismus läuft wie üblich ab. Nach kurzer Zeit sind die Spikes vernichtet, die mRNS sowieso; alleine die Gedächtniszellen bleiben, die bei einem Befall dann des ganzen Coronavirus dessen Spikes wiedererkennen und mittels der beschriebenen Abwehrreaktion sofort vernichten lassen. Damit möglichst viele Gedächtniszellen gebildet werden, muss man die Impfung wiederholen.
  4. Nebenwirkungen
    Die Nebenwirkungen der genannten Impfarten unterscheiden sich nur sehr geringfügig, da sie meist von den Trägerstoffen für das eigentliche Impfagens hervor-gerufen werden. Trägerstoffe sind in der Flüssigkeit gelöst, um z.B. die Virushüllen oder auch die mRNS zu konservieren, bis sie im Körper arbeiten sollen. Wenn die sehr seltenen schweren Reaktionen auftreten, dann sind es regelmäßig allergische. Solche sind in 1 Fall/ 100.000 Impfungen zu 71% in den ersten 15 Minuten nach der Impfung zu beobachten. Dies entspricht auch den Zahlen bei einer sog. Grippe-Impfung. Auch die leichten Symptome wie Kopfschmerzen, Schmerzen an der Impfstelle, Ermüdung, Schmerzen an einem Arm/Bein, leichtes Fieber, Schwindel und Muskelschmerz sind harmlos und verschwinden nach ein bis drei Tagen. Dabei reicht, wenn überhaupt eine rein symptomatische Therapie. Auch diese Beschwerden können bei einer Grippe-Impfung auftreten!
    Natürlich gibt es noch keine Langzeitbeobachtungen, aber nach wissenschaftlicher Würdigung des Wirkmechanismus des Impfstoffes sind Spätfolgen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zu erwarten. Ebenso wenig ist ein Schaden bei einer Schwangeren oder ihrem Kind anzunehmen, die versehentlich in der Frühschwangerschaft geimpft worden ist. Da dies aber ein sehr sensibler Bereich ist, lautet die heutige Empfehlung, Schwangere nicht zu impfen!

Natürlich wird es keine 100 %ige Sicherheit aus heutiger Sicht geben. Aber das Risiko, an einer Impfung gegen Corona (oder auch gegen andere Krankheiten) schwer zu erkranken ist im Gegensatz zu den Risiken der Covid-Erkrankung verschwindend gering. Vor nicht einmal 80 Jahren rettete die Erfindung von Penicillin Millionen das Leben. Auch damals gab es keine Untersuchungen über Nebenwirkungen und Langzeitfolgen und dennoch wurde das Medikament händeringend weltweit geordert. Und auch heute noch ist es ein wichtiger Bestandteil des Kampfes gegen zum Teil tödliche Infektionen.
Daher möchte ich all meinen Patientinnen aus tiefster Überzeugung basierend auf breiter Fachkenntnis empfehlen, sich gegen Corona impfen zu lassen. Ich möchte nicht in die Situation geraten, einem Verwandten einer wegen Covid verstorbenen Patientin erklären zu müssen, warum ich von einer Impfung abgeraten hätte, die derjenigen das Leben gerettet hätte…

Sollten Sie Fragen zu diesem Thema haben, so stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Online-Terminvereinbarung

Ab sofort können Sie Ihren Termin in meiner Praxis ganz bequem online buchen. Einfach, schnell und ohne unnötige Wartezeit am Telefon.

Einen Link zu meinem Terminkalender finden Sie auf der Startseite unserer Homepage, in der Navigation unter „Service“ oder direkt über diesen Link, den Sie selbstverständlich gerne in Ihrem Browser speichern können: https://bit.ly/dr-tornow

Und so geht’s:

Passenden Termin in meinem Terminkalender auswählen, mit Ihrer CGM Life ID anmelden und sofort eine Terminbestätigung per E-Mail erhalten.
Falls Sie noch keine CGM Life ID haben, müssen Sie sich einmalig registrieren. Das dauert nur eine Minute und Sie können Ihren Termin danach sofort „festmachen“. Natürlich werden Sie auch rechtzeitig per E-Mail an Ihren Termin erinnert.

Ich freue mich, dass wir mit der Online-Terminvereinbarung unseren Service für Sie noch ein wenig besser machen können.

Bei Fragen zur Online-Terminbuchung stehen wir Ihnen selbstverständlich auch telefonisch zur Verfügung.

coronavirus - Schutzmaßnamen

Wir alle erleben zur Zeit einschneidende Änderungen in unserem gewohnten täglichen Lebensablauf. Ob die getroffenen Maßnahmen zielführend sind, weiß momentan noch niemand zu sagen. Dies soll aber auch nicht der Focus dieses Artikels sein.

Um eine möglichst geringe Übertragungswahrscheinlichkeit während des Besuches in meiner Praxis zu erreichen, möchte ich Sie bitten, die folgenden Punkte zu beherzigen:

  1. Bei Beschwerden sind wir selbstverständlich immer für Sie da. Gleiches gilt für die Feststellung und Betreuung einer Schwangerschaft.
  2. Bitte kommen Sie wenn eben möglich alleine zur Untersuchung. Ausnahmen können gemacht werden, wenn die Patientin nicht eine Sprache spricht, die ich verstehe, wenn die Patientin Hilfe (Artikulation oder körperlich, etwa bei sehr alten Pat) benötigt, die wir nicht leisten können, wenn eine Schwangerschaft festgestellt wird und wenn wichtige Maßnahmen besprochen werden müssen. Dies gilt im Übrigen auch für Patientinnen, bei denen ein Krebsleiden festgestellt oder vermutet wurde.
  3. Beim Betreten der Praxis desinfizieren Sie bitte Ihre Hände gründlich mit dem dafür vorgesehenen Mittel, welches wir in einem Spender im Eingangsbereich zur Verfügung stellen.
  4. Gleiches gilt zur eigenen Sicherheit, wenn Sie die Praxis verlassen.
  5. Halten Sie ausreichend (> 1,5 m) Abstand zu unseren Mitarbeiterinnen und anderen Patientinnen.
  6. Sollten Sie einen Mundschutz und/oder Handschuhe haben, so bringen Sie diese(n) mit und tragen ihn/sie während des gesamten Praxisaufenthaltes.
  7. Sollten Sie die Toiletten aufsuchen müssen, reinigen Sie bitte gründlich die Hände mit Seife, trocknen sie gut ab und desinfizieren Sie diese mit der entsprechenden Flüssigkeit, die Sie neben dem Waschbecken finden.

Wenn wir uns alle an diese Maßnahmen halten, sollte eine Infektion mit dem Coronavirus in unserer Praxis nahezu unmöglich sein.

Ich danke für Ihr Verständnis!

Vorsorge Gebärmutterhalskrebs

Änderungen der Vorsorge-Untersuchungen seit dem 01.01.2020

Bei der in Deutschland seit Jahrzehnten durchgeführten jährlichen Vorsorge-Untersuchung wurde ein Abstrich mit einer Bürste von der Oberfläche des Gebärmutterhalses und aus dem Geburtskanal entnommen. Die so gewonnen Zellen wurden nach einer Spezialfärbung mikroskopisch von einem speziell hierfür ausgebildeten Frauenarzt oder Pathologen unter-sucht und Veränderungen entsprechend einer Graduierung bewertet. Durch dieses Verfahren wurden Veränderungen der Oberflächenzellen erfasst, bevor sie sich zu einem invasiven gefährlichen Krebsleiden weiterentwickelt haben.

Durch dieses bewährte Verfahren ist es gelungen, dass Deutschland weltweit zu den Ländern gehört, in denen pro Einwohnerzahl die geringste Zahl an invasiven Gebärmutterhals-Erkrankungen und somit auch an Todesfällen durch dieses Leiden auftritt.

Nun haben Deutsche Wissenschaftler herausgefunden, dass in den meisten Fällen ein Befall mit einem HPV-Virus ursächlich für die zellulären Veränderungen ist. Es gibt eine Vielzahl solcher sogenannter onkogener HPV-Viren, wobei in den letzten Jahren Impfungen gegen die Viren möglich sind, die in etwa 90 % der Gebärmutterhalskrebse gefunden werden.

Seit dem 1.1.2020 sollen ab dem 35. Lebensjahr nur noch alle 3 Jahre die oben beschriebe-nen Abstrich-Untersuchungen durchgeführt werden zusammen mit einer Untersuchung auf das Vorliegen eines HPV. (Bei den jüngeren Patientinnen bleibt es bei dem jährlichen Rhythmus).

Bei diesen HPV-Untersuchungen werden aber nicht alle onkogenen Viren, also die, die eine Krebserkrankung verursachen können, erfasst. Zudem birgt alleine die Abstrichuntersuchung einen systemischen Fehler von > 20 % in sich, was bedeutet, dass mehr als ein Fünftel aller Erkrankungen bzw. deren Vorstufen übersehen wird. Da nun die Umwandlung von gesunden in kranke Zellen nur langsam (Monate bis Jahre) erfolgt, hat das bisherige Untersuchungs-intervall dennoch fast alle noch ungefährlichen Vorstufen aufgedeckt, so dass eine rechtzeitige Therapie erfolgen konnte. Dieses Intervall wurde jetzt auf 3 Jahre verlängert, so dass die beschriebenen Systemfehler nicht mehr frühzeitig erkannt werden. Es ist also zu erwarten, dass es in Deutschland wieder eine zunehmende Sterblichkeit an Gebärmutter-halskrebs geben wird. Erst nach Jahren wird dieses allerdings statistisch aufgearbeitet werden und eventuell Korrekturen der Vorsorge erfolgen. Bis dahin werden aber viele Patientinnen unnötig verstorben sein.

Mein Rat (und auch der vieler Experten):

Da alle weiteren gynaekologischen Vorsorgeuntersuchungen auch zukünftig mindestens einmal jährlich erfolgen sollen, Sie also eh in unsere Praxis kommen, können Sie auf eigene Kosten in den Jahren zwischen den von den Krankenkassen bezahlten Abstrichuntersuchun-gen einen zusätzlichen Abstrich anfertigen lassen. Die hierfür erforderlichen Kosten betragen z.Zt. 16,00 € für den Arzt und 14,00 € für das Labor. Auf diese Weise erhalten Sie für sich weiterhin den hohen Standard der bisherigen so erfolgreichen Vorsorge bezogen auf den Gebärmutterhalskrebs!

Praxis außen

Auf dieser Seite werden wir Sie regelmäßig über News aus der Praxis, aktuelle Themen rund um Ihre Gesundheit sowie Tipps zu Ihrer Schwangerschaft informieren.

Hierzu können Sie selbstverständlich auch unseren kostenlosen Newsletter abonnieren. So bekommen Sie alle wichtigen Informationen regelmäßig direkt in Ihr Postfach.